Der Geschäftsführer der Alemannia Aachen, Alexander Mronz, ist nun seit sechs Monaten im Amt. Um eine Zwischenbilanz seiner bisherigen Arbeit zu präsentieren, ist er dankenswerterweise einer Einladung der Fraktion PIRATEN/UFW im Städteregionstag gefolgt und hat sich den Fragen der Piratenpartei- und der UFW-Mitglieder gestellt. Er wurde dabei vom Alemannia- Pressesprecher Lars Kröger und vom Fanbeauftragten Lutz van Hasselt begleitet, wobei sich letzterer durch seine aufrichtige Diskussionsbereitschaft von den beiden anderen abhob.
Das für die Piraten zentrale Thema der knapp zweistündigen Veranstaltung, war das schlechte Image der Alemannia im Bezug auf die als rechtsextrem wahrgenommenen Fan-Gruppierungen innerhalb der Alemannia-Zuschauerschaft.
Kontrovers wurde an diesem Punkt diskutiert, da von Seiten der Piraten die Frage aufkam, ob dieses Thema relativiert und damit kleingeredet werden sollte, oder sich hier sogar eine fatale Akzeptanz rechtsextremer Strömungen abzeichnet.
Strittig geblieben sind dabei mehrere Ansichten, die in der Rehabilitierung der Karlsbande ihren Ausgangspunkt finden.
Sie darf ihr Banner bekanntlich im Stadion wieder  präsentieren. Hingegen gibt es ein Verbot, ein Banner gegen Rechts aufzuhängen, welches von Herrn Mronz mit Verweis auf die Gefährdung der Stadionsicherheit durch unnötige Provokationen begründet wird.
Stellt man diese beiden Punkte nebeneinander, muss zumindest daran gezweifelt werden, ob diese Deeskalationsstrategie besonders konsequent ist und nicht viel eher als falsches politisches Signal verstanden werden kann.
Insgesamt wurde von Herrn Mronz die Auffassung vertreten, dass die vorgetragene Kritik lediglich ein Imageproblem widerspiegele. Daran werde immerhin schon viel durch interne Projekte innerhalb der Alemannia gearbeitet. Das davon bisher wenig an die Öffentlichkeit gedrungen ist, führt Mronz auf Versäumnisse der Presse zurück, die Erfolge nur unzureichend kommuniziere. Seine persönliche Kommunikationsstrategie konnte dabei leider auch nicht helfen, die vorgebrachte Kritik zu entkräften.
Von den Piraten angesprochene konkrete Projekt-Vorschläge, wie beispielsweise ein anti-rassistisches Fußballturnier mit in Aachen untergebrachten Flüchtlingen aus Krisenregionen, wurden als Ideen nur halbherzig aufgenommen – unserem Eindruck nach, ohne erkennbare Umsetzungsabsicht. Die Mitglieder der Piratenpartei Aachen bedauern dies ausdrücklich, weil durch ein derartiges Turnier die Alemannia ein praktisches Beispiel für Integration von Flüchtlingen liefern könnte und es nicht immer nur bei diffusen Aussagen wie Wir sind gegen Rechts“ bleiben würde. Für die Flüchtlinge wäre eine solche Veranstaltung doppelt wichtig: Die Freude durch die Vorbereitung und Teilnahme an einem sportlichen Ereignis, würde sie vielleicht etwas von ihrer schlechten Lage ablenken und ausserdem würde ihnen damit gezeigt, dass man sie in Aachen willkommen heisst.
In Anerkennung über die generelle Diskussionsbereitschaft des Alemannia-Geschäftsführers und seiner beiden Begleiter, müssen wir Piraten jedoch festhalten, dass eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der vorgetragenen Kritik unseres Erachtens nach nicht stattfindet. Herr Mronz versteht sich als Geschäftsführer einer Kleinfirma, die lediglich ein Imageproblem hat. Wir sehen die Alemannia als ein Unternehmen an, an dem die Öffentlichkeit ein berechtigtes Interesse hat. Nicht nur, weil die Stadt Aachen für das finanziellen Desaster im Zusammenhang mit der Alemannia gerade stehen muss. 
Die Alemannia hat zugleich eine gesellschaftspolitische Verpflichtung, der sie nicht in dem Maße nachkommt, wie es erforderlich ist.
Bis dahin bleiben die Piraten im Rat der Stadt bei ihrem aktuellen Standpunkt: „Wir werden unsere politische Unterstützung für die Alemannia einstellen und hoffen darauf, dass die anstehenden Diskussionsrunden von Alexander Mronz mit den anderen im Rat vertretenen Parteien mehr imagefördernde Aktivitäten gegen Rechtsradikalismus   hervorbringenso Fraktionschef Udo Pütz.