Soziales

Mehr Senioren und arbeitsunfähige Bürger erhalten Grundsicherung in der Städteregion

Das statistische Landesamt NRW hat die Zahlen über den Bezug von Grundsicherung für Senioren und dauerhaft erwerbsgeminderte Bürger in 2011 veröffentlicht. Auch in der Städteregion Aachen stieg die Anzahl der Bezieher dieser Grundsicherung.

Gem. §41 SGB XII steht Menschen, die die Altersgrenze (a.k.a. Rente, Pension oder Lebensabend) erreicht haben, oder die seit dem 18. Lebensjahr dauerhaft erwerbsgemindert sind, eine regel- und bedarfsorientierte Grundsicherung zur Deckung des Lebensunterhalts zu (nicht zu verwechseln mit ALG-II). Im Durchschnitt betrug diese Grundsicherung 447 Euro netto pro Person.

In 2011 stieg die Anzahl der Bezieher dieser Grundsicherung in NRW um 5% (214.410 Menschen). Davon waren 117.502 Menschen (55%) älter als 64 Jahre.

In der Städteregion Aachen lag die Steigerung mit insgesamt 3,1% (6.003 Menschen) unterhalb des NRW-Durchschnitts, wobei sich der Anteil der über 64-Jährigen wiederum mit 71,3% (4.283 Menschen) weit oberhalb des Landes-Durchschnitts bewegte.

Steigt der Bevölkerungsanteil der Pensionäre und Rentner in der Städteregion Aachen einfach stärker, oder haben wir hier bereits erste Anzeichen von wachsender Altersarmut in der Region (mehr Bezieher bei gleichbleibender Anzahl von Senioren)?

Ich habe das von der IT.NRW zum Download hinterlegte PDF (79KB) einmal in ein offenes Datenformat (ods, gezipped, 12KB) überführt. Wer mag, kann das mit weiteren Statistikdaten querverknüpfen.

Ein Gedanke noch, der mir gerade im Kopf herumschwirrt: Ab 2012 geht jeder Arbeitnehmer mit jedem späteren Geburtsjahr je einen Monat später in Rente/Pension. Die Anzahl der Rentner müsste sich also, wenn auch nicht drastisch, aber doch merklich reduzieren: 2012 fallen alle Dezember-1947-Geborenen aus der Jahres-Statistik heraus, 2013 alle November- und Dezember-1948-Geborenen und so weiter. Im Jahr 2024 und danach ab 2031 erreicht jeder in dem Monat seine Altersgrenze, in dem er auch geboren ist; plus 66 bzw. 67 Jahre. Klingt statistikverwurstelnd. Oder unterliege ich da einem Gedankenfehler (abgesehen davon, dass ich diesem Rentensystem keine 20 Jahre mehr gebe…)?

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