Das Verwaltungsgericht Aachen hat getan, wozu die Aachener Politik sich nicht in der Lage sah und eine grundlegende Entscheidung zum Thema Verkehr gefällt: Dieselfahrverbote ab dem 1.1.2019 – so der Wert nicht unter 40µg/m³ bis dahin fällt.
Wir begrüßen, dass eine Entscheidung im Sinne der Gesundheit der Aachener Bürger getroffen wurde.
Wir hätten uns gewünscht, dass die Verwaltung und Politik unserem Antrag folgend das Thema Fahrverbote von sich aus in die Hand nimmt und in einem Zeitrahmen gestaltet, der den Bürgern eine selbstständige Anpassung ermöglicht.
Dass dieses Thema jetzt per Gerichtsbeschluss real wird, verdankten wir auch der Zaghaftigkeit der großen Koalition in Verkehrsfragen.
Denn so befürchten wir, dass mit dieser Entscheidung des Thema Verkehr wieder aus dem Fokus verschwindet und eine konsequente Umsetzung des Luftreinhalteplans weiter auf sich warten lässt.
Doch Aachen braucht Kosequenz bei der Verkehrspolitik, denn wenn wir die Auswirkungen des Verkehrs in den Griff bekommen wollen, müssen wir das Verkehrsverhalten in der Stadt grundlegend ändern.
Übermäßige Rücksichtnahme auf die Belange des PKWs werden weder die deutsche Automobilindustrie retten, noch die Erreichbarkeit unserer Stadt sichern, sondern lediglich Wege verbauen, die die notwendigen Veränderungen erleichtern.