Das Unwetter vom 29. Mai hat viele Aachener in seiner Heftigkeit und Wirkung überrascht. Kein Wunder. Und es ist damit zu rechnen, dass die Klimaextreme sich durch die von Menschen gemachte Erderwärmung weiter verschlimmern werden. Das konnten wir auch schon in anderen Regionen der Welt beobachten. Aber was tun wir in Aachen eigentlich dagegen? Die meisten von uns stimmen darin überein, die Umwelt besser zu schützen. Daran halten sich aber die wenigsten. Jeder kennt mindestens einen SUV-Fahrer mit “Stoppt Thiange”-Aufkleber. Lippenbekenntnisse retten weder Menschen, noch die Umwelt. Aber Lippenbekenntnisse sind einfach und schnell ausgesprochen. Nicht nur von uns einfachen Bürgern. Die Politk steht uns wenigstens in nichts nach.
Hat jemand mal mitbekommen wie das Verkehrskonzept von CDU und SPD für Aachen ist? Nein? Nicht schlimm. Diese lässt sich grob zusammenfassen: Parkplätze retten, keinen Krach provozieren.
So lange unter der Aachener Dunstglocke keiner tot umfällt besteht für die Groko kein Handlungsbedarf.
Handlungsbedarf sehen aber die Gerichte und sie werden am 08. Juni ein Fahrverbot in Aachen anordnen. Damit enden aber die Möglichkeit der Gerichte. Ein Feigheitsverbot für Politiker oder ein allgemeines Lippenbekenntnisverbot will ja auch keiner. Es wird die Aufgabe des Bürgers sein, die Konsequenzen zu ziehen aus dem ganzen Schlamassel und das Beste daraus zu machen.
So wie die vielen freiwilligen und professionellen Helfer und Retter die am 29. Mai unermüdlich im Einsatz waren, um ihren Mitmenschen in der Not beizustehen.
Diesen Menschen gilt unser Dank und unsere tiefste Anerkennung für ihren Einsatz.