Ein Beitrag von Margret Vallot

Was wird aus der alten Strang-Halle?

Die Strang-Halle in Rothe Erde: Die Stadtverwaltung soll prüfen, ob diese Halle für Kunst und Kultur geeignet ist.

Das wird morgen  (Donnerstag, 22. März) bei den Kulturpolitikern in Aachen ein Thema sein: die dauerhafte Nutzung der Stahlbau-Strang-Halle in Rothe-Erde für Kultur und andere Events.

Gemeint ist die alte Fabrikhalle in Rothe Erde, wo schon mehrmals das Schrittmacher-Festival stattgefunden hat. Die Politik will die Verwaltung beauftragen, einmal zu prüfen, ob und unter welchen Bedingungen diese alte Halle als Stätte für Kultur- und Kunstinitiativen geeignet ist. Geeignet auch für andere Events wie Stadtteilfeste, türkische oder kurdische Hochzeiten, afrikanische Trommelevents oder was auch immer.

Wenn das klappt, darf man sich in Forst und Rothe Erde freuen. Schließlich entsteht hier gerade ein neues Viertel. Zwei Wohnanlagen (Mataréstraße und Eisenbahnweg) mit insgesamt rund 1000 Neu-Bewohnern sind schon fertig. Eine weitere Anlage könnte hinzukommen. Da besteht ganz schön viel Bedarf, sich zu versammeln.

Es wurden zwar in der jüngeren Vergangenheit schon Stätten mit kultureller Prägung eröffnet, wie das Centre Charlemagne, die Nadelfabrik und das Depot in der Talstraße. Doch es fehlt in Forst an einer Halle, die gegebenenfalls auch die weniger vornehmen Teile der Bevölkerung beherbergen könnte. Leute, die an Holztischen sitzen und ihre mitgebrachten Getränke konsumieren oder rumstehen und Musik in einer Lautstärke hören, die anderen Ohrenschmerzen verursacht. Tja. Es haben nicht alle Leute dieselben Vorlieben, kulturell gesehen.

Der Antrag, den ihr hier einsehen könnt, ist ausführlich. Da er von den Mehrheitsfraktionen (CDU/SPD) kommt, wird ihm sicherlich eine Mehrheit zustimmen. Das alles wird am morgigen Donnerstag, 22. März, ab 17 Uhr, im Verwaltungsgebäude Mozartstraße 2-10, Raum 207/208 besprochen. Die Sitzung ist öffentlich.