unter dem Motto “Seebrücke – schafft sichere Häfen” findet am Samstag, den 28. Juli 2018, ab 15 Uhr vor dem Aachener Rathaus eine große Kundgebung statt, zu der ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Parteien und Vereinen aufruft.

 

Bundesweit haben bereits zehntausende engagierte Bürgerinnen und Bürger im Rahmen von Demonstrationen und Kundgebungen der „Seebrücke“ der rassistischen und menschenfeindlichen Stimmung in Politik und Medien ein starkes und sichtbares Zeichen der Solidarität und Humanität entgegengesetzt. Sichere Fluchtwege, die Entkriminalisierung der Seenotrettung und menschenwürdige Aufnahme von Geflüchteten sind die Forderungen.

 

Im Juni 2018 sind nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) 629 Menschen bei dem Versuch, über das Mittelmeer zu fliehen, ertrunken. Insgesamt starben in diesem Jahr bislang 1422 Menschen bei einem Fluchtversuch. 40 Prozent der aus Seenot geretteten Menschen im Mittelmeer wurden nach Angaben des UNHCR von privaten Hilfsorganisationen gerettet. Heute ist aufgrund von behördlichen Behinderungen und Verboten kein Rettungsschiff oder -flugzeug mehr vor Ort.

 

Wir rufen alle Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter dazu auf, am Samstag gemeinsam ein deutliches Signal an die europäischen Regierungen zu senden: Gegen eine verantwortungslose Politik, die mit Menschenleben kalkuliert, gegen die barbarische gesellschaftliche Debatte, ob man Menschen in Lebensgefahr retten oder lieber sterben lassen soll und für eine Gesellschaft, in der Hetze und Rassismus keinen Platz haben.