Das Jahr 2015 bringt viele neue und auch als Herausforderungen mit sich. Auf eine der größten Herausforderungen des Jahres müssen wir uns als Kommune vorbereiten: möglichst schnell unsere neuen Mitbürger zu integrieren, damit sie zügig ein Teil dieser Gesellschaft werden. Dazu unser aktueller Ratsantrag: Die Kommunalpiraten der Städte Aachen und Köln fordern die Einführung einer Flüchtlingsapp zur Unterstützung der Flüchtlinge nach dem Vorbild der Stadt Witten.

Die App beinhaltet lokale Anlaufstellen und Hilfsangebote. Die Angebote sollen mehrsprachig verfügbar sein, um Sprachbarrieren
beispielsweise bei Behördengängen zu überwinden. Die App soll kostenlos zur Verfügung gestellt werden

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Fraktion der PIRATEN beantragt, im Rat der Stadt Aachen den folgenden Beschluss zu fassen:

  1. Die Verwaltung wird mit der Erstellung einer vergleichbaren App für Flüchtlinge in Aachen beauftragt.

  2. Die Stadtverwaltung möge darüber hinaus mit den Anbietern in Witten, anderen externen Anbietern oder innerhalb der Aachener IT die Möglichkeiten eines solchen Systems für Aachen konkretisieren und

  1. zu Beginn des 2. Halbjahres 2015 den zuständigen Ausschüssen ein Konzept zur Umsetzung vorlegen.

Begründung:

Flüchtlinge kommen in den allermeisten Fällen mit wenig Hab und Gut in unser Land. Eine Ausnahme bildet in vielen Fällen ein vorhandenes Handy. Nur damit können sie – auf ihrer oft jahrelangen Flucht – die Verbindung zu ihren Leidensgenossen und Familien halten.

Die Wittener “Flüchtlings-App” informiert gezielt über die Möglichkeiten und Ansprechpartner in den Bereichen Arbeit, Qualifizierung, Sprachkurse, Bekleidung, Beratung, Gesundheit, Integration, Kinder und Jugendliche, Hausrat usw. Diese Informationen werden mehrsprachig und mit einer Kartenfunktion bereitgestellt. Mit der App wird Flüchtlingen eine erste Orientierung vor Ort ermöglicht, Hemmschwellen abgebaut und Behördengänge erleichtert.

Die App soll ausdrücklich nicht die fehlenden Internet- oder Computerarbeitsplätze in den städtischen Unterbringungen ersetzen. Ebenfalls sollte durch diese App keine Minderung der erbrachten Integrations- und Betreuungsleistung durch die vor Ort tätigen Sozialarbeiter und -Pädagogen sowie ehrenamtlich tätigen Bürger verfolgt werden. Sie dient lediglich der Unterstützung und Entlastung.