Kai Baumann

Kai Baumann

Alter: Jahrgang 1972

Beruf: Anwendungsentwickler in Aachen.

Kontakt: kai.baumann@piratenpartei-aachen.de

Seit dem 01.06.2014 bin ich Fraktionsvorsitzender der Piratenfraktion im Rat der Stadt Herzogenrath

 


Ich wurde 1972 in Fulda geboren. Bin stolzer Vater eines mittlerweile 17 jährigen Sohnes. Seit 1996 arbeite ich als IT-Consulant, Anwendungsentwickler und Projektleiter in Aachen und Umgebung. Seit 11 Jahren vor allem in der Energiewirtschaft. Speziell im Energiedatenmanagement (EDM) für Stadtwerke, Netzbetreiber sowie Gas- und Strom-Lieferanten.

Zur Piratenpartei bin ich im März 2009 gestoßen, bestürzt mit welchem Unverstand und Ignoranz die deutsche Politik, allen voran Frau v.d. Leyen, die Bürger für dumm verkaufen wollte. Gemeinsam mit 135 000 Unterstützern haben wir Ihr das Gegenteil bewiesen.

Seitdem habe ich sechs Wahlkämpfe begleitet, mit hunderten Bürgern gesprochen und an zahlreichen Diskussionen teilgenommen. Erfahrungen, die mich bestärkt haben, mich persönlich für NRW zu engagieren.


Vision

Die Piratenpartei in Herzogenrath steht für eine kommunalpolitische Vision, die über eine Wahlperiode hinausgeht. Wir wünschen uns, dass sich alle Parteien über alle politischen Unterschiede hinweg auf ein langfristiges strategisches Ziel für Herzogenrath einigen können. Dieses Ziel soll Rahmen und Leitgedanke aller kommunalen Entscheidungen in Herzogenrath sein. Unser Vorschlag und gleichzeitig die Überschrift unseres Wahlprogramms lautet:


„Wohnstadt, Heimstadt. Mein Herzogenrath. Stadt der Bürger“

Konkret bedeutet das, alles zu tun um Herzogenrath zur Stadt der Bürger zu machen, in der alle Menschen gerne wohnen, leben und arbeiten.

Die Vision ist:

  • Energieerzeugung auf Überschuss, dort wo der beste Wirkungsgrad erzielbar ist. Z.B. Offshore Windanlagen und Solartürme in Höhenlagen.
  • Gut speicherbares Methan, mit dem dezentral, z.B. über Mini-KWKs, Strom und Wärme erzeugt werden kann.
  • Umgehung der Netzlücken.
  • Kurzfristig umsetzbar.

Daran sollten wir arbeiten.


Bildungspolitisches Statement

Als Vater eines Kindes mit Sehbehinderung und High-Functioning Autismus liegt mir die Bildungspolitik besonders am Herzen. Am eigenen Leib musste ich feststellen, wie schwer es in Deutschland ist für ein schulisch begabtes Kind, mit sonderpädagogischem Hintergrund, die geeignete Schulform zu finden. Lediglich ZWEI weiterführende Schulen für Sehbehinderte gibt es bundesweit. In NRW nur die Von-Vincke-Schule in Soest, ca. 220 km von Aachen entfernt. Alle anderen Schulen sind Hauptschulen. Staatliche Schulen für Kinder mit autistischen Zügen sucht man vergebens.

Das heutige Schulsystem stammt aus einer Zeit, in der man schon ab Klasse vier entschieden hat wer Handwerker, Angestellter oder Ingenieur wird. Es ist völlig veraltet und hat mit den Bedürfnissen der Schüler und den Anforderungen unserer Wirtschaft kaum noch etwas gemein. Das Schulsystem bevorzugt in extremer Weise Kinder aus „besser gestellten“ Familien. Schlecht ausgebildete Menschen können wir uns aber nicht leisten. Der Preis ist in jeder Hinsicht viel zu hoch.

Fragt man die Bürger herrscht allgemeiner Konsens: Bildung ist das wichtigste Gut in Deutschland. Schaut man jedoch in die Politik, wird dieser Bürgerwille nicht angemessen gespiegelt. Sparen prägt die Bildungspolitik, nicht zuletzt weil Auswirkungen dieses Sparkurs in der aktuellen Legislaturperiode kaum spürbar sind und sich erst langfristig negativ auswirken. Wir müssen diesen Sparkurs beenden und der Bildung wieder den Stellenwert geben, die Sie haben sollte.

Ich stehe für eine Bildungspolitik, die nachhaltig neue Impulse setzen will. Mit unserem Vorschlag des „fließenden Lernens“ in einem eingliedrigen Schulsystem, wollen wir jedem Kind die Förderung geben, die es braucht. Wir wollen sowohl Schüler mit Lernproblemen, aber auch Kinder, die in Fächern besonders begabt sind, individuell fördern und angemessen fordern. Unterforderung ist ähnlich verheerend wie Überforderung. Beides wird durch unseren Ansatz der kursbasierten Lerngruppen ab der 7. Jahrgangstufe vermieden. Jeder Schüler soll nach eigenem Lerntempo durch eine Schule ohne Hindernisse, zu einem konkurrenzfähigem Abschluss kommen. Länder wie Finnland und Kanada machen dies vor und führen regelmäßig die Pisastudie an.

„Lehren heißt nicht Eimer abfüllen, sondern Feuer entzünden.“ (Aristoteles) Wir müssen den politischen Willen bekunden dieses Feuer in den Herzen unserer Kinder zu entflammen. Lasst uns Nordrhein-Westfalen zu einem Beispiel für ganz Deutschland machen.. Lasst uns unseren Kindern wieder eine Perspektive geben


Statement zum bedingunglosen Grundeinkommen (BGE)

Die Würde des Menschen ist unantastbar, so steht es schon in unserem Grundgesetz. Mit einem Grundeinkommen können wir den Menschen unseres Landes, die heute in prekären Arbeitsverhältnissen stehen, die Aufstocken oder gar nicht die Möglichkeit haben zu arbeiten, ihre Würde wiedergeben. Grundeinkommen bedeutet Emanzipation. Menschen die keine Armut befürchten, können freier entscheiden und sich im Arbeitsmarkt besser behaupten. Grundeinkommen definiert Arbeit neu. Es wertschätzt die, die momentan im Ehrenamt, in der Familie und für ihre Kinder, Zeit und Kraft investieren und dies bisher von der Gesellschaft schlecht entlohnt bekommen. Es bezahlt das so wichtige soziale Engagement der vielen Freiwilligen, deren Leistung bisher kaum als Arbeit im klassischen Sinn gewürdigt wurde. Es setzt neue Kräfte frei und sorgt dafür, das wir uns Menschlichkeit auch leisten können.

Lassen Sie sich nicht beirren, das Grundeinkommen ist finanzierbar. Viele Studien und Modelle haben dies schon gezeigt. Es rechnet sich und sorgt für einen gerechteren faireren Ausgleich. Es kann als Stütze der sozialen Marktwirtschaft die Lücken der demographischen Entwicklung schliessen. Und machen wir uns nichts vor, ohne fundamentale Änderungen ist der Generationenvertrag nicht mehr haltbar.

Es ist an uns Politikern und Aktivisten den Bürgern und Mitbewerbern die Hand zu reichen und ihnen unsere Idee zu erklären.