Schulausschuss Aachen

Mein erster Ausschusstermin

Gestern war es soweit: Ich war aufgerufen, mich an der Arbeit des Schulausschusses in Aachen zu beteiligen. Hat gar nicht weh getan. 😉

In einem etwa halbstündigen Vorab-Termin mit Vertretern der Verwaltung und einigen Mitgliedern anderer Fraktionen konnten wir gegenseitig „abklopfen“, wie denn die Parteien zu den verschiedenen Tagesordnungspunkten stehen. Das Treffen war sachlich und konstruktiv. Zudem überraschte es mich angenehm, dass ich als Ausschussneuling vorab zum nachgereichten nicht-öffentlichen TOP mit den übrigen Anwesenden im Konsens war: Nicht unsere Baustelle.

Im Ausschuss selber hatte man mich zwischen FDP, Linke, katholische und evangelische Kirche, AfD und Presse gesetzt. Diese Sitzordnung führte bereits zu Beginn bei einem Ausschussmitglied zu Irritationen, wobei die Ausschussvorsitzende im Vorfeld klarstellte, dass es sich hierbei nicht um die endgültige Sitzordnung handelt. Mir soll es egal sein: Der gesamte Raum ist hell, trocken, warm und von überall überschaubar. Gute Politik sollte nicht abhängig davon sein, ob man einen guten Blick in die Landschaft oder ins Gesicht des unbeliebten Gegenübers hat.

Nach kurzer Verwirrung über die Reihenfolge der zu vereidigenden Ausschussmitglieder durfte auch ich mein Sätzchen aufsagen (ohne Zusatz) und bin seither offiziell sachkundiger Bürger im Schulausschuss der Stadt Aachen. #uasy

Die TOPs waren alle recht unspektakulär durchdiskutiert. An diversen Stellen bat ich explizit darum, das datengeschützte Zahlenmaterial zu bekommen, was mir die Verwaltung auch nach Möglichkeiten zusagte. Die Aussage „Excel-Daten können wir nicht rausgeben, aber wir scannen es ein und geben Ihnen dann das PDF, ok?“ ließen mich doch etwas ratlos zurück. Allerdings landeten bereits heute die ersten Dateien in meinem Postfach: PDFs, die fürs Herauskopieren der Daten geeignet sind. Ich habe Hoffnung.

Im nicht-öffentlichen Teil berichtete die Verwaltung von einem bemerkenswerten Inklusionserfolg eines schwerstbehinderten Schülers. Hätte man Namen von Schule und Schüler verschwiegen, wäre das durchaus öffentlichkeitstauglich gewesen.

Und im nachgereichten nicht-öffentlichen TOP ging es um eine Ausschreibungsangelegenheit, die rechtlich (nach Vergabeordnungsgedöns) und meiner Meinung nach inhaltlich (keine unterrichts-, erziehungs- oder einrichtungsbezogene Sache) einfach nicht in den Schulausschuss gehörte. Den TOP verwiesen wir einstimmig wieder zurück.

Alles in allem eine runde Sache. Der Schulausschuss kocht mit Wasser, der Umgangston ist gesittet und meistens konstruktiv. Ich bedanke mich bei allen Ausschussmitgliedern und der Verwaltung für die nette Aufnahme und freue mich auf die kommenden sechs Jahre.

Eine Übersicht über mein Abstimmungsverhalten findet sich hier.

Und abschließend: Der letzte Mensch, der alles wusste, war Goethe. Wer mich in meiner Arbeit im Schulausschuss unterstützen möchte, der darf sich gerne bei mir melden. Ich freue mich über jede Hilfe!

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